Anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Netzwerks findet vom 7.-9. Oktober 2026 die Tagung "Netzwerke und Vernetzungen im Justizsystem der Vormoderne" statt. Aktuellen Fragestellungen der vormodernen Rechtsgeschichte wird dabei ebenso Raum geboten wie einer Bilanzierung bisher im Netzwerk entstandener Forschung.
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Mittwoch, 07.10.2026
Individuelle Anreise bzw.
ab 19:30 Uhr: Get-together / Möglichkeit zum gemeinsamen Abendessen
Donnerstag, 08.10.2026
9:30-10:00 Begrüßung durch das Netzwerk Reichsgerichtsbarkeit und die Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung e.V.
Siegrid Westphal (Osnabrück): Rückblick auf 30 Jahre Netzwerk Reichsgerichtsbarkeit
10:00-12:15 Sektion 1: Personen und Zirkel
Moderation: Alexander Denzler
Lucas Wölbing (Leipzig): Helfer zum Landfriedensbruch? Beobachtungen zu „Fehdejuristen“ zu Beginn des 16. Jahrhunderts
Evelien Timpener (Gießen): Wen der Assessor nicht kennt, den nimmt er nicht? Die Rolle der Juristennetzwerke bei der Bewerbung und Auswahl neuer Assessoren am Reichskammergericht im Notizbuch des Mathias Neser (1536-1544)
Nils Jörn (Wismar): Ein Familiennetzwerk als Hoffnung für ein ambitioniertes Oberappellationsgericht im Norden des Reiches
12:15-14:00 Mittagspause
14:00-15:30 Sektion 2: Macht und Ressourcen
Moderation: Lena Frewer
Alexander Jendorff (Gießen): Protestantische Juristen im Superioritätskonflikt. Der Waldeckische Deduktionskrieg 1610-1630. Zur Homogenität juristischer Denkschulen im Konfessionellen Zeitalter
Ludolf Pelizaeus (Amiens): Die Intervention des Reichskammergerichts in Fällen von Freiheitsberaubung im Beziehungsgeflecht konkurrierender Netzwerke (16.-18. Jahrhundert)
15:30-16:00 Kaffeepause
16:00-16:45
Sarah von Hagen (Göttingen): Wer mit wem - und warum eigentlich nicht? Reichshofräte im 18. Jahrhundert zwischen personaler Nähe und institutioneller Autorität
Anschließend kleine Stadtführung
19:00 Mitgliederversammlung Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung e.V.
20:00 Abendvortrag:
Wilhelm Wolf (Darmstadt), Präsident des Hessischen Staatsgerichtshofs und Vorsitzender Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung e.V.:
Von der Bedeutung der Rechtsgeschichte für eine rechtsstaatliche Justiz
Freitag, 09.10.2026
09:00-11:15 Sektion 3: Räume
Moderation: Josef Bongartz
Frank Theisen (Gießen): RKG-Prozesse aus den Trois-Évêchés: Französischsprachige Netzwerke in Speyer
Tobias J. Bidlingmaier (Wien): Familiäre Netzwerke im kaiserlichen Reichshofrat. Südwestdeutsche Reichsgrafen als Funktionselite in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts
Sven Dittmar (Mainz): Vernetzung und Mobilität Kurmainzer Juristen und katholischer Reichskammergerichtsassessoren im Spiegel der interaktiven Kartographie
11:15-11:45 Kaffeepause
11:45-13:15 Sektion 4: Methoden und Zugänge
Moderation: Rhonda-Marie Lechner
Hjördis Bohse (Osnabrück): Geschlecht als mehrfach relationale Kategorie in ostfriesischen Gerichtsprozessen (1643-1744)
Bennet Rosswag (Kiel): Normativierung und Publikation von Recht und Verwaltungshandeln in den Intelligenzblättern der Sattelzeit
13:15-13:45 Abschlussdiskussion und Ausblick
Gelegenheit zur Besichtigung des Museums
Um Anmeldung wird gebeten bis zum 20. September 2026 unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.