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Visuelle Evidenz -

Manuskriptkarten, Genealogien und ihre Darstellungsmedien in ihrer Funktion als Beweismittel vor dem Reichskammergericht (1495-1806)

Das Projekt hat zum Ziel, anhand von Beweismitteln des Reichskammergerichts die Evidenzvermittlung über Optik/Geodäsie und die Beglaubigungsfunktion von wissenschaftlichen Kontexten im rechtshistorischen Zusammenhang in einer Synopse zusammenzuführen.

Speyer als Zentralort des Reiches

Speyer als juristischer und politischer Entscheidungsort

Moderne Staaten haben Hauptstädte, in denen Exekutive und Legislative ihren Sitz haben. Das frühneuzeitliche Reich besaß dagegen keinen zentralen Ort mit Hauptstadtfunktion, sondern mehrere wichtige Zentren wie Regensburg, Frankfurt am Main, Wien, aber auch Speyer. In wohl keiner anderen Stadt wie in Speyer zeigte sich im 16. und 17. Jahrhundert das Reich in seiner Funktion als ständische Organisation. Dort hatte das Reichskammergericht seit 1527 seinen Sitz und dort trafen sich Kaiser und Reichsstände zu Reichstagen und Visitationen des Gerichts.

Ungedruckte Quellen zum Entscheidungsprozess am Reichskammergericht (1524-1627)

Das Reichskammergericht gilt heute allgemein als eine der am besten funktionierenden Institutionen des Alten Reiches, obwohl die Rechtsprechungspraxis ebenso wie die Arbeitsweise und Organisation des Gerichts bis jetzt nur unzureichend beschrieben werden konnten. Dies hat sich auf Grund neuer umfangreicher Quellenfunde geändert.